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18. Januar 2019 

Breakdance - DFS-Manager als B-Boy.

Mit 15 Jahren sieht Behrang Ghassemi auf MTV, wie sich B-Boys zu harten Rap-Bässen auf ihrem Kopf drehen und auf einer Hand über die Bühne springen. Der 37-Jährige wird vom Breakdance-Fieber erfasst, das ihn nicht mehr loslassen sollte. Der Höhepunkt seiner Karriere: Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Die Zeit auf dem Tanzparkett war auch prägend für seine berufliche Laufbahn bei Daimler Financial Services, wo er als Rollout-Manager arbeitet.

Behrang Ghassemi berichtet von seinen Anfängen als Breakdancer und seinen Erfolgen unter dem Namen „B-Run“.

Behrang Ghassemi berichtet von seinen Anfängen als Breakdancer und seinen Erfolgen unter dem Namen „B-Run“.

An den Gewinn der Deutschen Meisterschaft erinnert sich Behrang Ghassemi als wäre es erst gestern gewesen. „Wir haben damals nur aus Spaß mitgemacht, denn Chancen hatten wir uns nicht ausgerechnet“, sagt er und schüttelt lachend den Kopf. Zwei gegen zwei, so lautete die Devise bei dem Breakdance-Wettkampf in Pforzheim, das im Jahr 2002 ausgetragen wurde und die Qualifikation für die Weltmeisterschaft bedeutete. „Aber wir waren gut drauf und hatten abgeliefert!“, erzählt der Mann, der die Jury vor allem mit seinen „Footworks“ überzeugte – damit sind die Tanzschritte am Boden gemeint.

Als Michael Jackson Fan war er von Breakdance elektrisiert.

Seine Breakdance-Karriere begann er im Alter von 15 Jahren, nachdem er Musikvideos mit den akrobatischen Tanzeinlagen im Fernsehen gesehen hatte. „Ich war damals ein riesiger Michael Jackson Fan und wie elektrisiert“, erinnert er sich. Dann klapperte er die Jugendhäuser in der Nachbarschaft ab und lernte immer mehr Moves dazu. Später, als Stuttgart zu einer richtigen Hochburg des deutschen Hip-Hops wurde, schloss er sich einer achtköpfigen Crew an, mit der er Woche für Woche an Wettkämpfen, den sogenannten Battles, teilnahm. Da sein Studium an erster Stelle stand und er kürzer treten musste, entschloss er sich aber für eine Solo-Laufbahn – auch wenn er den Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Zweier-Team feierte.

Behrang Ghassemi über seine Erfahrungen im Breakdance-Tanzsport:

Behrang Ghassemi erzählt, was ihn an Breakdance so fasziniert und warum er bis heute an diesem Tanzsport festhält.

In der Folge zeigte der B-Boy, der in der Szene als Mr. B-Run bekannt war, sein Können in ganz Europa und sogar in China, wo er sein Auslandssemester verbrachte. Auch wenn keine weiteren Erfolge dazu kamen, sagt er: „Diese ganzen Erfahrungen, die ich damals gemacht habe, kann mir keiner nehmen.“ Und davon gab es reichlich: Er trat in Videos auf oder hing auf dem „Splash“, dem größten Hip-Hop-Festival des Landes mit der ersten Riege der deutschen Rap-Szene ab. Und dann erzählt er noch eine Anekdote, über die er heute schmunzeln kann – damals war ihm aber gar nicht nach Lachen zumute. „Es war ein Battle mit meiner Crew in Frankfurt am Main gegen die Lokalmatadoren, und die Leute hatten uns von der ersten Sekunde an ausgebuht. Wir gewannen am Ende, aber wir konnten uns nicht richtig freuen und dachten nur, wie kommen wir jetzt lebend nach Hause!“

Der Tanzsport ist heute auf einem anderen Level.

Breakdance habe sich extrem gewandelt in den letzten Jahren. „Das Level ist enorm gestiegen“, sagt er über den Tanzsport, der ein Element der Hip-Hop-Kultur ist und Anfang der Siebziger in den Straßen von New York entstand, bevor er in den Achtzigern nach Deutschland überschwappte. „Es gibt Jungs im Grundschulalter mit den abgefahrensten Moves. Da fragt man sich, was machen die noch alles, wenn sie 20 sind?!“ Auf der anderen Seite findet er es schade, dass mit dem digitalen Zeitalter ein Stück der Breakdance-Kultur verlorengeht. „Große Events werden heute live im Internet übertragen, früher waren wir alle dabei und haben die Leute abgefeiert.“

Portrait des Breakdancers Behrang Ghassemi: im Blog der Mercedes-Benz Bank berichtet er von seinen Erfahrungen als Tänzer und seinen legendären „Footworks“.

Portrait des Breakdancers Behrang Ghassemi: Im Blog der Mercedes-Benz Bank berichtet er von seinen Erfahrungen als Tänzer und seinen legendären „Footworks“.

Was für ihn den Reiz am Breakdance ausmacht? „Es ist die Kunst, den eigenen Körper mit Musik in Einklang zu bringen“, sagt er. Man müsse aber einen starken Willen haben. „Breakdance ist ein schwieriger Sport. Manchmal braucht man mehrere Wochen, bevor er ein Move perfekt sitzt.“ Beweglichkeit und ein gewisses Rhythmusgefühl sollte man natürlich auch mitbringen. Nicht zuletzt hat er durch das Tanzen Dinge gelernt, von denen er nicht nur in seinem Job als Rollout-Manager, sondern auch als Mensch, profitiert – B-Boying hat ihn quasi fürs Leben geprägt. „Breakdance ist ein Sport, der von der Straße kommt, deshalb bin ich sehr bodenständig. Zugleich steigt natürlich dein Selbstbewusstsein, wenn dir mehrere hundert Leute zujubeln“, erklärt er.

Einmal B-Boy, immer B-Boy.

Behrang Ghassemi ist noch heute auf dem Tanzparkett anzutreffen – trotz einer mehrfach ausgekugelten Schulter und anderen Wehwehchen. „Ich trainiere einmal die Woche und nehme mir vor, mindestens einmal im Jahr an einem Battle teilzunehmen“, sagt der 37-Jährige, der auch in einem Daimler-Unternehmensfilm seine Skills unter Beweis stellen konnte und regelmäßig Workshops für den Nachwuchs gibt – ja sogar an der Universität Tübingen durfte er vor Sportwissenschaftsstudenten zum Thema dozieren. Und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht: „Ich tanze, solange ich stehe!“, sagt er und grinst schelmisch.

Holger Kirsch

Pressesprecher
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E-Mail: holger.kirsch@daimler.com

Harald Bertsch

Leiter Unternehmenskommunikation
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