14. Februar 2020

Vom Werkstudenten zum Superstar?

Daimler sucht den Superstar – na gut, eigentlich nicht. Gefunden haben wir ihn trotzdem: Dürfen wir vorstellen? Julian Wurster. Tagsüber ist er Werkstudent bei der Mercedes-Benz Bank. Nach Feierabend ist er Musiker und schreibt seine eigenen Songs. Sind wir Zeugen des Aufstiegs eines Newcomers? Im Interview erfahren wir mehr.
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Julian Wurster alias Leon: Tagsüber ist er Werkstudent bei der Mercedes-Benz Bank. Nach Feierabend ist er Musiker und schreibt seine eigenen Songs.

Auch nach Dienstende ist für manche Mitarbeiter von DMO und MB Bank noch lange nicht Schluss. In ihrer Freizeit werden sie zu ehrgeizigen Athleten, Iron-Man Bezwingern, Minigolf-Helden, Welt-Verbesserern oder talentierten Musikern. Einer dieser Kollegen ist Julian Wurster, beziehungsweise Julian Leon, wie er sich als Künstler nennt. Julian ist Werkstudent im Bereich Customer Marketing, aber er ist auch leidenschaftlicher Singer-Songwriter. Das erste Musikvideo ist schon veröffentlicht. Folgt jetzt die große Musikkarriere? Ein Interview.

Wenn man „Julian Leon“ googelt, stößt man nicht nur auf den gleichnamigen amerikanischen Baseball-Star, sondern auch auf dich und dein neues Musikvideo namens „Classic“, das du im Oktober auf Youtube veröffentlicht hast. Kann man den Song bereits kaufen oder streamen? 
Bisher findet man den Titel nur über Youtube, Soundcloud und Deezer. In zwei Wochen findet man ihn schon zum Beispiel auf iTunes und Spotify und in etwa drei Monaten plane ich die Veröffentlichung einer EP.  

„Classic“ ist das erste Musikvideo, das von dir im Netz kursiert. Auch dein erster Song? 
Nein, mein erster Song ist es nicht. Geschrieben habe ich bestimmt schon 30 Lieder. Davon online sind aber nur um die sechs. Ich mache alles selber, das hat man am Anfang auch noch rausgehört. Mittlerweile hoffentlich nicht mehr. Mein neuester Song heißt Blink of the Eye und ist beispielsweise schon als Liveversion auf YouTube und als Studioversion auf Soundcloud online. Mit Classic habe ich im Oktober dann mein erstes Musikvideo veröffentlicht. 

Als Künstler nennst du dich Julian Leon statt Julian Wurster. Wieso?
Na ja, sagen wir „Wurster“ stand auf meiner Künstlernamen-Favoritenliste jetzt nicht unbedingt auf Platz Eins. Darum brauchte ich eine Alternative. Mein zweiter Vorname Victor stand auch kurz zur Wahl, aber ich habe etwas gesucht, das auf Deutsch und Englisch cool klingt. Und dann fiel die Wahl auf Leon. Leon deshalb, weil ich damals lange Haare hatte. Eine Löwenmähne sozusagen.

Hast du mit deiner Musik schon Geld verdienen können?
Naja ein bisschen… beim Singen auf Hochzeiten oder durch ein paar Songs, die ich an Künstler aus London verkauft habe. Die sind aber eher unbekannt.  

War Musik schon immer deine Leidenschaft oder kam das Interesse daran plötzlich?
Musik gehört schon seit Kindheitstagen zu mir. Ich habe schon mit zwei Jahren das Neujahrs-Konzert vor dem Fernseher mitdirigiert. Sobald ich sitzen konnte, habe ich mit meiner Oma Klavier gespielt. Mit fünf Jahren habe ich angefangen, klassische Gitarre zu spielen. Irgendwann habe ich ein Mikro zu Weihnachten bekommen. Erst dachte ich: Was für ein doofes Geschenk. Total uncool. So mit 16 Jahren habe ich mich dann erstmals getraut, Freunden zu erzählen, dass ich gerne Musik mache. Kurz darauf habe ich ein Solo auf einem Schulkonzert gesungen. So fing es an. In meinem Auslandssemester im Studium war ich später in London und habe Popgesang studiert. Zurück in Stuttgart habe ich mit dem Singen weitergemacht. Heute denke ich, das Mikro war das beste Weihnachtsgeschenk, das ich jemals bekommen habe. 

Es geht ihm nicht ums Verkaufen. Aber er würde sich freuen, wenn die Leute seine Songs an Freunde und Bekannte schicken oder in den sozialen Medien teilen.

Hast du schon mal überlegt, bei einer Talentshow wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder „The Voice of Germany“ mitzumachen? 
Nein, das kam für mich nie in Frage. Das wäre nicht meine Art. Aber klar, über so ein Format kann es auch klappen. Max Giesinger wurde durch the Voice of Germany bekannt. Der ging auch auf meine Schule. Heute schreibt er Hits wie „Einer von 80 Millionen“.

Julian, neben deinem Musikerdasein bist du Werkstudent im Bereich Customer Marketing. Erzähl mal, was du da machst.
Das ist ganz unterschiedlich. Mal bereite ich Workshops vor, wie etwa für die Mercedes Card, mal Präsentationsunterlagen für Briefings oder interne Präsentationen. Die meiste Zeit fließt dabei in Projektmanagement und Organisatorisches.

Aktuell studierst du Crossmedia Publishing im letzten Mastersemester. Und dann?
Momentan bin ich auf der Suche nach einer Festanstellung ab Ende Februar. Irgendwas Redaktionelles in der Musik- oder Sportbranche wäre schön. Gegebenenfalls auch eine Stelle im Marketing oder Vertrieb. Mal schauen. Musik zu machen ist zwar meine Leidenschaft, gleichzeitig ist es mir aber auch wichtig, Berufserfahrung zu sammeln. Erfolg in der Musikbranche lässt sich schlecht planen und es gehört auch viel Glück dazu. Und selbst wenn ich mit der Musik Erfolg habe: Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser auch wieder verfliegt, ist hoch. Und was mache ich dann mit einem leeren Lebenslauf?

Also keine Karriere als Superstar?Erstmal ein normaler Bürojob.
Ich könnte mir schon vorstellen, die Tastatur irgendwann gegen das Musikstudio einzutauschen. Aber bis es soweit ist, möchte ich mir einen gewissen Bekanntheitsgrad aufbauen. Nicht um als Sänger im Rampenlicht zu stehen, sondern um als Songwriter bekannt zu werden. Irgendwann mal Songs für andere Künstler oder Filmmusik zu schreiben – das wäre mein Traum! Bis dahin schreibe ich Songs in meiner Freizeit, bringe ein Album raus und schaue, was sich ergibt. Sobald ich merke, dass meine Reichweite sich erhöht, könnte ich mir auch vorstellen, mich da mehr drauf zu fokussieren, mich an Leute in der Branche zu wenden und es vielleicht irgendwann mal hauptberuflich zu machen. Aktuell möchte ich aber auf der sicheren Seite bleiben, bis ich wirklich davon leben kann.

Wurdest du auf der Arbeit schon mal auf deine Musik angesprochen?
Angesprochen wurde ich noch nicht. Die meisten hier bei der Mercedes-Benz Bank wissen gar nicht, dass ich Musik mache. Außer mein Team – denen habe ich mein Musikvideo letztens gezeigt und ich glaube, die fanden es ganz cool. Grundsätzlich bin ich aber nicht der Typ, der das groß rumerzählt. Privat werde ich schon eher mal auf meine Musik angesprochen. Manchmal habe ich plötzlich eine Nachricht von ehemaligen Schulkameraden im Postfach, von denen ich ewig nichts gehört hatte: „Hey Julian, cooles Musikvideo.“ Oder meine Mutter schickt meine Songs an die Bekanntschaft. Da kommen dann auch öfters Reaktionen. 

Hast du deinem Team schon mal etwas vorgesungen?
Ne… ultrapeinlich! Auf der Bühne bin ich zwar gezwungenermaßen extrovertiert, aber außerhalb eher der introvertierte Typ.

Verstehe. Hast du noch eine Message an die Leser? „Kauft meinen Song bei iTunes“ oder so?
Ach, es geht mir gar nicht ums Verkaufen momentan. Verkaufe ich meine Songs hundert Mal, verdiene ich daran bisher auch nur knapp hundert Euro. Wenn ich irgendwann mehrere Lieder habe, ist das natürlich was anderes. Dann gefällt ein Lied vielleicht nicht, aber das andere und so klickt man weiter: Das ist eine ganz andere Customer Journey und dann macht auch ein aktiver Verkauf Sinn. Bisher eher noch nicht. Aber es wäre schön, wenn die Leute meine Songs an Freunde und Bekannte schicken oder in den sozialen Medien teilen. Momentan habe ich noch nicht viel Reichweite. Es wäre toll, wenn sich das ändert. Das wäre viel wertvoller für mich als die paar Euro.

Julian Leon hat schon einige Videos veröffentlicht. CLASSIC ist das erste profesionell produzierte Musikvideo.

Holger Kirsch

Pressesprecher
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